Sympathien der Endverbraucher sind egal

VW holt Schauspieler und Sportler ins Werbeboot

Deutschlandweit stehen die Auto-Lagerflächen von in Deutschland produzierten Autos voll – ob mit Pkw oder Transportern. Nicht nur bei VW. Doch das Wolfsburger Unternehmen greift nun ganz tief in die „Werbe- (und wahrscheinlich auch Geld-)kiste“. Um den Lagerbestand abzubauen, wird The Transporter höchstpersönlich engagiert. Jason Statham, der weltbekannte sympathische Hollywood-Actionstar, preist in seiner typischen Art und Weise VW-Nutzfahrzeuge an. Wie immer gelten Stathams drei Regeln. Nummer 1: Öffne nie das Paket – denn es steckt ein VW-Preis drin. Nummer 2: Keine Namen – erst recht nicht von Managern. Nummer 3: Deal ist Deal, keine Nachverhandlung – schließlich müssen die Dividenden der Aktionäre und die Jahresbezüge der Bosse gesichert sein.

Ach ja – der DFB, genauer die an Sympathie wieder im Aufwind befindliche National-Elf, wird von VW ebenfalls eingespannt. Die Kicker werben für eine Probefahrt mit einem VW-ID-Modell mit der Chance, bei einem Auswärtsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dabei sein zu können. Also genau der DFB, der noch (bis 2026) mit dem deutschen Unternehmen Adidas verbandelt ist. Nach über 77 Jahren geht´s dann zum US-Giganten Nike. Wahrscheinlich, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Von den Spielern wird Herzblut verlangt, für das Nationalteam auflaufen zu dürfen und es unbedingt auch zu wollen.

Da gibt der DFB im ID-Engagement natürlich ein tolles Vorbild ab!

Wieso treten Sympathieträger in den Dienst eines Unternehmens, dessen derzeitige Defizite in völlig falschem Management lag und liegt.

Antwort: Statham fährt in seinen Rollen Audi und Porsche.

Der DFB hat mehr als 30 Millionen Euro Schulden, „verkauft“ seine Nationalelf an den VW-Konzern, weil der sonst sein 20 Millionen Euro umfassendes Jahres-Sponsoring reduzieren könnte.

Artikel teilen:

Facebook
WhatsApp

andere Artikel

Sport

Vom Hauswandtraining ins Bundesligator – Perry Bräutigam

Vielleicht bleiben hasserfüllte Fans auch zu Hause, wenn RB international spielt
Die Aufgabe für DDR-Fußball-Freaks könnte lauten, die in der zeitlichen Abfolge unvollständige Liste zu ergänzen: Karl-Heinz Spickenagel, Horst Weigang, Wolfgang Blochwitz, Jürgen Croy, René Müller, Dirk Heyne, Jens Adler… Der fehlende Torwart verbrachte seine Jugend (1970-81) bei der BSG Motor Altenburg und beim 1. FC Lokomotive Leipzig (1976/77), ehe er 1982 zum FC Carl Zeiss Jena wechselte. Später stand er beim 1. FC Nürnberg und bis 2002 bei Hansa Rostock zwischen den Pfosten

Weiterlesen »
Sport

Mehrfache Masters-Games-Weltmeisterin – Eisschnellläuferin Ute Zillmann

In Mylau wurde und wird mit viel persönlichen Engagements gearbeitet
Zu den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck vertrat die inzwischen 70jährige Reichenbacherin die Farben der DDR auf dem Eis-Oval. Aufs Treppchen hat´s damals nicht gereicht. Heute sammelt sie dagegen Titel um Titel. Seit 1996 steht sie regelmäßig auf dem Treppchen bei den International Masters-Games, den Seniorenweltmeisterschaften. Dort kann sie auf rund fünfzig Weltmeistertitel oder Podestplätze verweisen. Noch vor wenigen Jahren

Weiterlesen »
Sport

Skisprung-Ikone Jens Weißflog über seinen Sport und mehr

„Es muss keiner Skispringer gewesen sein, um Entsprechendes zu lehren!“
Unweigerlich und auch des Respekts wegen ist bei einer Debatte zum Thema Skispringen ein Name Pflicht: Er ist bis dato einer der sechs Athleten (neben Espen Bredesen, Thomas Morgenstern, Matti Nykänen, Domen Prevc und Kamil Stoch), der die wichtigsten vier Wettbewerbe im Skispringen (Olympia, Weltmeisterschaften, Gesamtweltcup und Vierschanzentournee) sogar mehrmals gewonnen hat und

Weiterlesen »
error: Content is protected !!