Neuer Fritz sollte Blick auf den alten werfen

Bundestagswahl 2025 – Teil 1

Joachim-Friedrich Martin Josef Merz, der Bierdeckelkanzler, muss liefern! Keiner weiß so richtig, inwieweit er sich im Ernstfall in diesem oder ähnlich verantwortungsvollen nie ausgefüllten Posten und somit in diesem Umfang unerfahrenen politischen Situationen von seinen Instinkten leiten lässt. Denn immer noch im Hinterkopf ist sein Satz: „Eine richtige Entscheidung wird nicht dadurch falsch, dass die Falschen zustimmen.“

Da hat er ja jetzt die Auswahl und trifft, hoffentlich in Erinnerung der CDU-Abwahl 2021 mit dem zweitschlechtesten Ergebnis (19,0 %) bei einer Bundestagswahl, hoffentlich die richtige. Annegret Kramp-Karrenbauer, Julia Klöckner, Jens Spahn, Andreas Scheuer, Anja Karliczek will keiner mehr sehen. Ebenso wie die Vertreter – worauf „Fritze“ keinen Einfluss haben dürfte – der eigentlich abgewählten SPD wie Hubert Heil, Nancy Faeser, Christine Lambrecht, Svenja Schulze und Klara Geywitz. Neue Gesichter müssen her. Zwingend mit Fachkompetenz. Dazu zählen selbstverständlich auch sämtliche parlamentarischen Staatssekretäre und Staatsminister. Verpflichtet er also Vertraute wie Thorsten Frei, Carsten Linnemann und Philipp Amthor scheint dies auf den ersten Blick auch nicht als gegeben. Denn außer „wir müssen, wir wollen, wir werden…“ kam von denen bislang auch kein konkreter Vorschlag zur Behebung vorhandener Probleme. Oder beordert er die Landesfürsten Hendrik Wüst und Michael Kretschmer unter die Reichstagskuppel in verantwortliche Ämter? Auch nicht gerade erfolgsversprechend mit Blick auf die jeweiligen Länder Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Er braucht vor allem eine geschlossene Union, die seine marktradikalen Überzeugungen mitträgt: Alles Weniger, vor allem Sozialstaat, Bildungsangebote, „Gleichmacherei“, gar weg mit dem Bürgergeld und Rente erst mit 70!

Und das alles in einer „KleiKo“, kleinen Koalition mit der SPD. Das Wortspiel: „KANNzler“ könnte sich ganz schnell wenden zu „SchMERZler“. Oder er erinnert sich eines früheren Namensvetters, dem König Friedrich I. Der hatte, später auch sein Sohn Friedrich Wilhelm I., ein sogenanntes Tabakskollegium eingeführt. Ein gemütliches Treffen und Pfeiferauchen mit „ranghohen Herren“, vor allem Zunft- und Gilde-Obermeistern, um über die politische und wirtschaftliche Lage im Land zu diskutieren, nach machbaren Lösungen zur Verbesserung selbiger zu suchen, zu finden und zeitnah umzusetzen und – bei denen vor allem das arbeitende Volk Nutzen trägt.

Merz muss aufpassen und alles dafür tun, dass es nicht heißt: Was ist der Unterschied zwischen dem Kabinett von Friedrich I. und dem von Merz? Im ersten wurde Pfeife geraucht, das Merzsche kann in der Pfeife geraucht werden!

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